Neujahrswünsche für Radfahrer

Wenn Deine Kilometerzahl
sich eher schleppend in die Höhe wagt
und immer wieder auf das Neue,
Deine Kondition versagt,
so nimm’s gelassen, denk‘ daran
dass man nicht immer alles schaffen kann.

Das neue Jahr sei Dir gesonnen,
das Training halte Dich auf Trab,
gewonnen heißt nicht gleich zerronnen,
nicht jedem aufwärts folgt ein „ab“.

Jeder Tag sei ein Geschenk,
das Glück, das soll Dich nicht verlassen,
darauf heben wir die Tassen
und stoßen auf den Sportler an.

Ein neues Jahr,
wie Phönix aus der Asche,
steigst Du als ein andrer Mann,
nimmst Abschied von der alten Masche,
und fängst noch mal von vorne an.

Das wünsch‘ ich Dir und noch viel mehr,
steig‘ auf und fahre los, mein Freund,
das Radeln sei Dein Elixier:

Und wenn der Wind Dir in den Ohren singt,
Deine Seele mit der neuen Freiheit ringt,
die Muskelkraft den höchsten Berg bezwingt,
dann denk‘ an jene, die das schrieb,
und hab‘ sie lieb!






Du bist und bleibst mein großer Radler,
mein Held des Alltags und des Sports,
mit einer hochbegabten Ader,
voll Freude, stets mit einem guten Wort.

Weil Du so lieb und doch auch so energisch bist,
wünsch‘ ich Dir das Allerbeste nur
ein neues Jahr voll Kraft und Politur
und dass Dich all die guten Wünsche tragen,
auf deiner nächsten großen Tour.

Fürs nächste Jahr empfehl‘ ich Triathlon,
das hat den Vorteil, dass das Wasser trägt und kühlt,
bevor dann auf dem Eisenross,
der Ritter hoch zum Berg sich quälen muss.

Ja, Deine Kondition ist kaum zu schlagen,
man sagt, das war schon immer so,
den Plan, es gegen Dich zu wagen,
verwarf ich schon zu Anno Knuff.

Denk‘ mal an mich, den armen Wicht,
der eher mit dem Wasser lebt,
weil Fett nun mal in flüssig schwebt:
Schwimmen wird für mich zur Pflicht!

Genug geweint, was war das war:
gesund und glücklich sei Dein Jahr,
radle runter, radle rauf,
ich wünsch‘ Dir einen guten Lauf.

„Sport ist Mord“,
so sprach ein weiser Denker,
doch wenn ich Dich
auf Deinem Esel sehe,
der zugegeben etwas drahtig wirkt,
und wenn Du dann so glaubhaft fröhlich
Dein Lächeln in die Menge wirfst,
dann wage ich daran zu zweifeln,
dass Du ein „Nekrophiler“ bist,
dann will ich lieber mit Dir radeln,
auch wenn der Atem mich verlässt.

Dein neues Jahr sei voller Leben
und ohne große Traurigkeit,
doch wenn ein Schatten mal Dein Lächeln streift,
so sage ihm – dass er’s begreift:
„dafür ist jetzt nicht die Zeit“!